Reform der Feuerwehrbeschaffung: 165 Kommunen sparen gemeinsam rund 25 Mio. Euro ein

Initiator Thorsten Schwab: Sammelbestellung von LF10-Löschfahrzeugen entlastet bayerische Städte und Gemeinden massiv

05.08.2026 | München/Main-Spessart

Die Reform des Beschaffungswesens für Feuerwehrfahrzeuge, die auf einen Antrag des CSU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab zurückgeht, trägt erste Früchte: Mindestens 165 bayerische Kommunen haben sich bis Ende der Antragsfrist am 31. Juli 2026 an der Sammelbestellung von Löschgruppenfahrzeugen des Typs LF10 beteiligt – und damit nach Schwabs Berechnungen gemeinsam rund 25 Millionen Euro eingespart. Die Durchführung obliegt dem bayerischen Landesfeuerwehrverband.

„Durch den gedeckelten Fahrzeugpreis bei der Sammelbestellung sinken die Anschaffungskosten für ein LF10 von ca. 600.000 Euro auf maximal 500.000 Euro“, erklärt Schwab. „Hinzu kommt ein um ca. 10 Prozent erhöhter staatlicher Fördersatz bei Sammelbestellungen von knapp 150.000 Euro je Fahrzeug sowie der vollständige Wegfall der kostenintensiven individuellen Ausschreibungsverfahren, für die Kommunen bislang regelmäßig externe Büros beauftragen mussten. In der Summe ergibt sich für teilnehmende Kommunen eine Einsparung von rund 150.000 Euro“, rechnet Schwab weiter.

„Wir zwingen niemanden. Wer individuelle Lösungen benötigt, kann weiterhin eigenständig beschaffen. Aber 165 Kommunen haben mitgemacht, weil das Angebot überzeugend ist. Rund 25 Millionen Euro stehen jetzt zusätzlich für Schulen, Straßen und andere kommunale Aufgaben zur Verfügung – oder einfach zur Entlastung des Haushalts. Die Reform der Feuerwehrbeschaffung hat sich damit schon jetzt zu einem der erfolgreichsten kommunalen Kooperationsprojekte entwickelt. Gerade in Zeiten, in denen sich viele Kommunen finanziell am Limit sehen, ist dies ein großartiger Erfolg!“, freut sich Schwab.

Die offizielle Bieterabfrage wurde im Juli abgeschlossen, die Produktion und schrittweise Auslieferung ist für 2027 bis Anfang 2029 geplant. Das aktuelle Bestellverfahren mit dem LF10 ist erst der Anfang. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse soll schrittweise ein effizientes und einfaches Beschaffungs- und Fördersystem für weitere Fahrzeugtypen und Ausrüstungsgegenstände entwickelt werden. 

Schwabs ausdrücklicher Dank gilt dem Landesfeuerwehrverband Bayern (LFV) mit dessen Vorsitzendem Johann Eitzenberger, der das Projekt in enger Kooperation mit dem Bayerischen Innenministerium plant und durchführt. Als Bürgermeister kennt Schwab den Verwaltungsaufwand hinter jeder Fahrzeugbeschaffung und weiß: „Das Verfahren ist beim LFV in den besten Händen, die Organisation und die Zusammenarbeit mit Behörden und Kommunen ist hervorragend. Das Modell funktioniert, jetzt muss es weiter ausgebaut werden – im Sinne unserer über 300.000 Ehrenamtlichen und unserer Kommunen.“

Ausgangspunkt für den Antrag an den Bayerischen Landtag war eine Fahrzeugeinweihung eines HLF10 in Aura i.Sinngrund (Main-Spessart). Bei der Fahrzeugweihe im Juli 2018 hatte der damalige Kreisbrandrat Manfred Brust Schwab darauf aufmerksam gemacht, dass ein fast baugleiches Fahrzeug, ein LF10 Kats der Feuerwehr Jossgrund – Oberndorf (Main-Kinzig-Kreis), daneben steht. Dieses Fahrzeug wurde durch eine Sammelbeschaffung des Landes Hessen beschafft und kostete rund 100.000 Euro weniger als das einzeln beschaffte Fahrzeug der Feuerwehr Aura. Daraus entstand der langwierige Prozess diese Sammelbeschaffung auch in Bayern auf den Weg zu bringen.